Beton
imprägnieren
Der komplette Ratgeber für Garagenböden, Einfahrten, Keller & mehr. So schützen Sie Ihren Beton dauerhaft vor Feuchtigkeit, Frost und Flecken.
Warum sollten Sie Beton imprägnieren?
Beton wirkt massiv und unverwüstlich – ist aber anfälliger als Sie denken.
Feuchtigkeit dringt ein
Beton ist porös und saugt Wasser auf wie ein Schwamm. Die Folge: Durchfeuchtung, Verfärbungen und langfristige Substanzschäden.
Frostschäden & Abplatzungen
Wasser im Beton gefriert und dehnt sich aus. Das sprengt den Beton von innen – Risse, Abplatzungen und Krater entstehen.
Öl, Fett & hartnäckige Flecken
Öltropfen in der Garage, Grillflecken auf der Terrasse – ohne Schutz zieht alles tief in den Beton ein und lässt sich kaum entfernen.
Ausblühungen & Verfärbungen
Wasser transportiert Salze und Kalk an die Oberfläche. Weiße Flecken (Ausblühungen) und unschöne Verfärbungen sind die Folge.
Die Lösung: Beton imprägnieren
Eine Imprägnierung dringt tief in den Beton ein und macht ihn wasserabweisend – ohne die Oberfläche zu versiegeln. Wasser perlt ab, Öl dringt nicht ein, und der Beton bleibt atmungsaktiv. Ihr Beton ist geschützt, sieht aber natürlich aus.
Schnell-Check: Braucht Ihr Beton eine Imprägnierung?
Wassertest: Gießen Sie etwas Wasser auf den Beton.
→ Imprägnierung dringend empfohlen!
→ Beton ist bereits geschützt.
Welcher Beton braucht welchen Schutz?
Nicht jeder Beton ist gleich. Hier erfahren Sie, was Ihre Betonart braucht.
Sichtbeton
Wände, Treppen, Design-Elemente
Sichtbeton soll seine natürliche Optik behalten. Eine Imprägnierung schützt, ohne die Oberfläche zu verändern.
Estrich / Industrieboden
Garagen, Werkstätten, Keller
Estrich ist sehr porös und saugt Öl, Wasser und Schmutz sofort auf. Ohne Schutz entstehen schnell hartnäckige Flecken.
Waschbeton
Terrassenplatten, Gehwege
Die raue, offene Struktur macht Waschbeton extrem saugfähig. Ideal für Algen, Moos und Verschmutzung.
Betonpflaster
Einfahrten, Wege, Höfe
Betonpflaster ist dichter, aber die Fugen und Oberflächen nehmen trotzdem Wasser und Schmutz auf.
Betonwerkstein
Stufen, Fensterbänke, Abdeckungen
Betonwerkstein ist oft geschliffen und dichter. Trotzdem empfehlenswert gegen Flecken und Verwitterung.
Frischbeton / Neubeton
Neu gegossener Beton
Neuer Beton muss erst vollständig aushärten und trocknen, bevor er imprägniert werden kann.
Wo sollte Beton imprägniert werden?
Von der Garage bis zur Terrasse – überall, wo Beton Schutz braucht.
Garagenboden
Öltropfen, Bremsstaub, Streusalz – der Garagenboden ist extremen Belastungen ausgesetzt. Eine Imprägnierung verhindert tiefe Flecken und erleichtert die Reinigung.
Einfahrt
Regen, Frost, Autoreifen – die Einfahrt wird täglich strapaziert. Imprägnierung schützt vor Frostschäden und Ausblühungen.
Kellerboden
Kellerböden sind oft feucht und anfällig für aufsteigende Feuchtigkeit. Eine Imprägnierung reduziert Feuchtigkeitsaufnahme.
Terrasse (Betonplatten)
Betonplatten auf der Terrasse leiden unter Algen, Moos und Flecken. Imprägnierung hält die Terrasse länger schön.
Werkstatt
Öl, Schmiermittel, Kühlflüssigkeit – in der Werkstatt landet alles auf dem Boden. Imprägnierung macht die Reinigung zum Kinderspiel.
Außentreppe
Betonstufen werden bei Nässe rutschig und anfällig für Frostschäden. Imprägnierung schützt und erhält die Trittsicherheit.
Ausführlicher Ratgeber speziell für Terrassen:
Ratgeber: Terrasse imprägnieren →Beton imprägnieren oder versiegeln?
Zwei Methoden, ein Ziel – aber mit wichtigen Unterschieden.
Imprägnierung
Dringt tief in den Beton ein und schützt von innen.
- Beton bleibt atmungsaktiv
- Natürliche Optik bleibt erhalten
- Keine Schichtbildung – kein Abblättern
- Rutschfestigkeit bleibt erhalten
- Günstiger (2–5 €/m²)
Versiegelung
Bildet eine geschlossene Schicht auf der Oberfläche.
- Höchster Oberflächenschutz
- 100% wasserdicht
- Glänzende oder matte Optik möglich
- Beton nicht mehr atmungsaktiv
- Kann abblättern / sich ablösen
- Kann rutschig werden (bei Nässe)
Unser Fazit: Imprägnierung ist meist die bessere Wahl
Für Außenbereiche und Flächen, wo der Beton atmen muss, ist eine Imprägnierung ideal. Sie schützt effektiv, verändert die Optik nicht und blättert nicht ab. Eine Versiegelung empfehlen wir nur für Innenräume oder wenn eine glänzende Optik gewünscht ist.
Ausführlicher Vergleich für alle Materialien:
Ratgeber: Imprägnierung vs. Versiegelung →Was kostet Beton imprägnieren?
Transparente Kostenübersicht – DIY vs. Fachbetrieb.
Selbst machen (DIY)
Nur Materialkosten
- Beton-Hydrophobierung: 2–5 €/m²
- Betonreiniger (optional): 1–2 €/m²
- Rolle/Pinsel: 10–20 € einmalig
Fachbetrieb beauftragen
Inkl. Reinigung & Arbeit
- Professionelle Reinigung inkl.
- Hochwertige Produkte
- Gewährleistung auf Arbeit
Kosten nach Anwendungsbereich (DIY):
Lohnt sich die Investition?
Eine Betonsanierung kostet 50–100 €/m², ein neuer Garagenboden 80–150 €/m². Eine Imprägnierung für 2–5 €/m² schützt Ihren Beton 10–15 Jahre vor Schäden. Die kleine Investition spart Ihnen später teure Reparaturen!
Beton imprägnieren: Schritt für Schritt
In 5 einfachen Schritten zum geschützten Beton.
Beton prüfen
Oberfläche auf Risse, Löcher und lose Stellen untersuchen. Wassertest machen.
Gründlich reinigen
Öl, Fett, Schmutz und lose Partikel entfernen. Bei Bedarf Hochdruckreiniger nutzen.
Schäden ausbessern
Risse und Löcher mit Betonspachtel füllen. Mind. 24 Std. aushärten lassen.
Vollständig trocknen
Beton muss komplett trocken sein. Nach Reinigung mind. 24–48 Stunden warten.
Imprägnierung auftragen
Mit Rolle, Pinsel oder Drucksprüher gleichmäßig auftragen. Bei saugfähigem Beton 2. Auftrag "nass-in-nass".
Profi-Tipps für beste Ergebnisse
Die 5 häufigsten Fehler beim Beton imprägnieren
Diese Fehler können das Ergebnis ruinieren oder sogar Schäden verursachen.
Auf feuchtem Beton auftragen
Feuchtigkeit im Beton blockiert die Poren – die Imprägnierung kann nicht eindringen und bildet Schlieren oder Flecken.
Öl und Fett nicht entfernen
Öl- und Fettflecken verhindern das Eindringen der Imprägnierung. Diese Stellen bleiben ungeschützt.
Neubeton zu früh imprägnieren
Frischer Beton enthält noch viel Feuchtigkeit und Alkalien. Eine zu frühe Imprägnierung funktioniert nicht richtig.
Zu wenig Material auftragen
Die Imprägnierung muss tief genug eindringen. Zu wenig Material = zu wenig Schutz, besonders bei porösem Beton.
Bei extremen Temperaturen arbeiten
Unter 5°C oder über 30°C funktioniert die Imprägnierung nicht richtig. Auch direkte Sonneneinstrahlung ist problematisch.
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Für alle Betonarten – Innen & Außen
- Geeignet für Estrich, Sichtbeton, Waschbeton, Betonpflaster
- Tiefenwirksamer Schutz vor Wasser, Öl und Flecken
- Beton bleibt atmungsaktiv – keine Schichtbildung
- Unsichtbar – natürliche Optik bleibt erhalten
- Haltbarkeit: 10–15 Jahre je nach Beanspruchung
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FAQ: Beton imprägnieren
Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Beton-Imprägnierung.
Ja, besonders bei Außenflächen und stark beanspruchten Böden. Beton ist porös und saugt Wasser, Öl und Schmutz auf. Eine Imprägnierung verhindert Frostschäden, Flecken und vorzeitige Alterung. Die Investition von 2–5 €/m² spart später teure Reparaturen.
Für die meisten Anwendungen ist eine Imprägnierung besser. Sie dringt in den Beton ein, lässt ihn atmen und blättert nicht ab. Eine Versiegelung bildet eine Schicht auf der Oberfläche – gut für Innenräume, aber kann abblättern und macht den Beton rutschig.
Eine hochwertige Imprägnierung hält 10–15 Jahre. Bei stark beanspruchten Flächen (Einfahrt, Werkstatt) kann eine Auffrischung nach 8–10 Jahren sinnvoll sein. Tipp: Wenn Wasser nicht mehr abperlt, ist es Zeit für eine Erneuerung.
Bei DIY ca. 2–5 €/m² (nur Material). Ein Fachbetrieb berechnet 8–15 €/m² inklusive Reinigung und Arbeit. Beispiel: Eine 50 m² Garage kostet ca. 100–250 € (DIY) oder 400–750 € (Profi).
Ja, das ist problemlos möglich! Mit Rolle, Pinsel oder Drucksprüher gleichmäßig auftragen. Wichtig: Beton vorher reinigen, vollständig trocknen lassen, und bei 10–25°C arbeiten. Bei saugfähigem Beton einen zweiten Auftrag "nass-in-nass" machen.
Frischer Beton muss erst vollständig aushärten und trocknen. Warten Sie mindestens 4 Wochen, besser 6–8 Wochen. In dieser Zeit entweicht die Baufeuchte und die Alkalität nimmt ab.
Ja! Eine gute Imprägnierung macht den Beton wasser- UND ölabweisend. Öl perlt ab statt einzuziehen. Wichtig: Bestehende Ölflecken müssen vor der Imprägnierung entfernt werden.
Nein, eine gute Imprägnierung ist nach dem Trocknen unsichtbar. Farbe und Struktur des Betons bleiben unverändert.
Besonders empfohlen für: Garagenböden (Öl, Streusalz), Einfahrten (Frost), Terrassen (Algen, Flecken), Waschbeton (sehr saugfähig), und Sichtbeton (Schutz ohne Optikveränderung).
Ja! Frostschäden entstehen, wenn Wasser im Beton gefriert und sich ausdehnt. Eine Imprägnierung verhindert, dass Wasser eindringt – somit gibt es nichts, was gefrieren kann. Das schützt vor Abplatzungen und Rissen.
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