Ihre Fassade ist täglich Wind und Wetter ausgesetzt. Ohne Schutz drohen teure Schäden. Eine Fassadenimprägnierung (auch Hydrophobierung genannt) dringt tief in die Fassade ein und macht sie wasserabweisend, ohne die Atmungsaktivität zu beeinträchtigen. Regen perlt ab, Feuchtigkeit kann aber von innen nach außen entweichen.
Wie imprägniert man eine Fassade?
Eine Fassade imprägnieren Sie so: die Wand gründlich reinigen, Risse und schadhafte Fugen schließen, dann mindestens 24 Stunden trocknen lassen und das Imprägniermittel satt von unten nach oben auftragen, nass-in-nass, bis die Fassade nichts mehr aufnimmt. Die Hydrophobierung dringt in Putz und Mauerwerk ein, hält Schlagregen fern und bleibt diffusionsoffen, sodass Feuchtigkeit von innen entweichen kann.
Warum sollten Sie Ihre Fassade schützen?
Ihre Fassade ist täglich Wind und Wetter ausgesetzt. Ohne Schutz drohen teure Schäden.
- KritischFeuchtigkeit dringt ein
Regen und Schlagregen werden von der porösen Fassade aufgesogen. Die Folge: Durchfeuchtung, Schimmel und steigende Heizkosten.
- MittelAlgen und Grünbelag
Feuchtigkeit begünstigt Algen, Moos und Flechten. Die Fassade wird grün und unansehnlich, besonders auf der Wetterseite.
- MittelAusblühungen und Salzschäden
Wasser transportiert Salze an die Oberfläche. Es entstehen weiße Flecken (Ausblühungen) und langfristig Substanzschäden.
- KritischFrostschäden und Risse
Eingedrungenes Wasser gefriert im Winter und dehnt sich aus. Putz platzt ab, Risse entstehen, teure Sanierung droht.
Eine Fassadenimprägnierung dringt tief in die Fassade ein und macht sie wasserabweisend, ohne die Atmungsaktivität zu beeinträchtigen. Regen perlt ab, Feuchtigkeit kann aber von innen nach außen entweichen. Ihre Fassade bleibt trocken und geschützt.
Welche Fassade braucht welchen Schutz?
Nicht jede Fassade ist gleich. Hier erfahren Sie, was Ihr Fassadentyp braucht.
Putzfassade
Mineralputz, Kunstharzputz, WDVS. Saugfähigkeit hoch. Mineralputz ist sehr saugfähig und anfällig für Algenbefall. Besonders Wetterseiten und Nordseiten sind gefährdet.
Empfohlen: Steinimprägnierung. Erneuerung alle 5 bis 15 Jahre.
Klinkerfassade
Klinker, Ziegel, Riemchen. Saugfähigkeit mittel. Klinker ist robuster, aber Fugen und ältere Steine können Feuchtigkeit aufnehmen. Ausblühungen sind häufig.
Empfohlen: Klinker-Imprägnierung. Erneuerung alle 5 bis 15 Jahre.
Betonfassade
Sichtbeton, Betonfertigteile. Saugfähigkeit mittel bis hoch. Beton ist porös und nimmt Wasser auf. Ohne Schutz drohen Bewehrungskorrosion und Abplatzungen.
Empfohlen: Beton-Hydrophobierung. Erneuerung alle 5 bis 15 Jahre.
Natursteinfassade
Sandstein, Kalkstein, Granit. Saugfähigkeit variiert stark. Sandstein ist sehr saugfähig, Granit kaum. Bei porösen Steinen unbedingt imprägnieren, bei dichten optional.
Empfohlen: Steinimprägnierung. Erneuerung alle 5 bis 15 Jahre.
Die Schutzdauer hängt von vielen Faktoren ab, Witterung, Himmelsrichtung, Oberflächenbeschaffenheit und mechanische Beanspruchung spielen eine Rolle. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Imprägnierung alle paar Jahre auffrischen. Verglichen mit einer Fassadensanierung ist die Imprägnierung ein Bruchteil der Kosten.
Imprägnieren, Streichen oder Versiegeln?
Drei Methoden im Vergleich, was ist das Richtige für Ihre Fassade?
| Methode | Funktionsweise | Atmungsaktiv | Optik | Haltbarkeit | Bewertung |
|---|---|---|---|---|---|
| Imprägnierung | Dringt ein, schützt von innen | Bleibt erhalten | Unverändert | 5 bis 15 Jahre | Empfohlen |
| Fassadenfarbe | Bildet deckende Schicht | Je nach Farbe | Neue Farbe | 5 bis 10 Jahre | Optische Auffrischung |
| Versiegelung | Bildet Film auf Oberfläche | Eingeschränkt | Leicht glänzend | variiert | Nicht empfohlen |
Was kostet es, die Fassade zu imprägnieren?
Transparente Kostenübersicht, DIY versus Fachbetrieb.
Selbst machen (DIY)
Nur Materialkosten.
- Imprägnierung: 2 bis 6 EUR pro m2
- Fassadenreiniger: 1 bis 3 EUR pro m2
- Drucksprüher: 30 bis 80 EUR einmalig
- Gerüst (Miete): 5 bis 10 EUR pro m2
Beispiel 150 m2 Fassade: ca. 300 bis 750 EUR plus Gerüst.
Fachbetrieb beauftragen
Inklusive Reinigung, Gerüst und Arbeit.
- Professionelle Fassadenreinigung
- Hochwertige Imprägnierung
- Gerüst inklusive
- Gewährleistung auf Arbeit
Beispiel 150 m2 Fassade: ca. 1.200 bis 2.250 EUR komplett.
Eine Fassadensanierung mit neuem Putz kostet 80 bis 150 EUR pro m2. Ein neuer Anstrich 20 bis 40 EUR pro m2. Eine Imprägnierung für 2 bis 6 EUR pro m2 schützt Ihre Fassade 5 bis 15 Jahre und verhindert teure Schäden. Die Investition lohnt sich bereits nach wenigen Jahren.
Die 5 häufigsten Fehler beim Fassade imprägnieren
Diese Fehler können das Ergebnis beeinträchtigen.
Auf nasser Fassade auftragen
Auf stehendem Wasser oder durchnässten Flächen kann die Imprägnierung nicht optimal eindringen. Eine leicht feuchte Oberfläche ist jedoch kein Problem.
Tipp: Optimal ist ein trockener Untergrund. Bei leichter Feuchtigkeit funktioniert es aber auch, nur keine nassen Stellen.
Fassade nicht vorher reinigen
Schmutz und Algen verhindern das Eindringen der Imprägnierung in die Poren.
Tipp: Gründliche Reinigung mit Grünbelagentferner vor der Imprägnierung.
Risse nicht vorher ausbessern
Durch Risse dringt weiterhin Wasser ein, die Imprägnierung schützt nur intakte Flächen.
Tipp: Alle Risse vorher mit Reparaturmörtel schließen und trocknen lassen.
Zu wenig Material auftragen
Die Imprägnierung muss tief eindringen. Zu wenig Material bedeutet weniger Schutz.
Tipp: Satt auftragen (150 bis 300 ml pro m2). Bei saugfähigen Fassaden 2. Auftrag nass-in-nass.
Bei extremen Temperaturen arbeiten
Bei Minusgraden oder extremer Hitze über 35 Grad Celsius ist die Anwendung nicht empfohlen.
Tipp: Optimal 10 bis 25 Grad Celsius. Auch darüber oder darunter möglich, nur nicht bei Frost oder extremer Hitze.
Wann ist der beste Zeitpunkt?
Die richtige Jahreszeit für optimale Ergebnisse.
Milde Temperaturen, Fassade trocknet nach dem Winter. Perfekt vor dem Sommer.
Perfekte Bedingungen. Nur bei extremer Hitze besser morgens oder abends arbeiten.
Beste Zeit, milde Temperaturen, weniger Sonne. Schutz vor dem Winter.
An milden, sonnigen Tagen über 0 Grad Celsius möglich. Bei Frost oder Nässe lieber auf den Frühling warten.
Temperatur optimal 10 bis 25 Grad Celsius (auch darüber/darunter möglich). Trocken, kein Regen während der Anwendung. Kein Frost, nicht bei Minusgraden anwenden.
Anleitung Schritt für Schritt
- 01
Fassade prüfen
Untersuchen Sie die Fassade auf Risse, Abplatzungen und lose Stellen. Wassertest machen, zieht Wasser ein?
- 02
Fassade reinigen
Schmutz, Algen und Moos gründlich entfernen. Grünbelagentferner oder Hochdruckreiniger verwenden.
- 03
Schäden ausbessern
Risse und Löcher mit Reparaturmörtel schließen. Mindestens 2 bis 3 Tage trocknen lassen.
- 04
Trocknen lassen
Fassade sollte möglichst trocken sein. Bei leichter Feuchtigkeit funktioniert es auch, nur keine nassen Stellen.
- 05
Imprägnierung auftragen
Mit Drucksprüher satt auftragen. Von unten nach oben arbeiten. Bei saugfähigen Fassaden 2. Auftrag nass-in-nass. Verbrauch ca. 150 bis 300 ml pro m2.
Häufige Fragen
Q01 Muss ich meine Fassade imprägnieren?
Das hängt vom Fassadentyp ab. Putzfassaden sollten unbedingt imprägniert werden, sie sind sehr saugfähig und anfällig für Algenbefall. Bei Klinker und Beton ist es empfohlen, besonders auf der Wetterseite. Machen Sie den Wassertest: Zieht Wasser schnell ein, ist eine Imprägnierung sinnvoll.
Q02 Wie oft muss ich die Imprägnierung erneuern?
Je nach Witterung, Himmelsrichtung und Beanspruchung alle 5 bis 15 Jahre. Machen Sie regelmäßig den Wassertest: Wenn Wasser nicht mehr abperlt, ist es Zeit für eine Auffrischung. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann alle paar Jahre auffrischen.
Q03 Kann ich die Fassade selbst imprägnieren?
Ja, das ist problemlos möglich. Mit einem Drucksprüher können Sie die Imprägnierung selbst auftragen. Unsere Produkte sind sehr anwenderfreundlich und verzeihen auch kleine Fehler. Für höhere Fassadenbereiche benötigen Sie allerdings ein Gerüst oder eine Arbeitsbühne.
Q04 Was ist der Unterschied zwischen Imprägnierung und Hydrophobierung?
Beide Begriffe meinen dasselbe: Eine wasserabweisende Behandlung, die in den Untergrund eindringt. Hydrophobierung ist der Fachbegriff (hydro gleich Wasser, phob gleich abweisend), Imprägnierung der gebräuchlichere Begriff. Das Ergebnis ist identisch: Ihre Fassade wird wasserabweisend und bleibt atmungsaktiv.
Q05 Wann ist der beste Zeitpunkt zum Imprägnieren?
Frühling, Sommer und Herbst sind ideal. Die optimale Temperatur liegt zwischen 10 und 25 Grad Celsius, aber unsere Imprägnierung funktioniert auch bei Temperaturen darüber oder darunter. Nur bei Minusgraden oder extremer Hitze über 35 Grad Celsius sollten Sie die Anwendung vermeiden. Wichtig: Kein Regen während der Anwendung.
Q06 Verändert die Imprägnierung die Optik meiner Fassade?
Nein, eine gute Imprägnierung ist nach dem Trocknen unsichtbar. Sie verändert weder Farbe noch Struktur der Fassade. Anders als eine Versiegelung bildet sie keinen Film auf der Oberfläche. Tipp: Machen Sie vorher einen Test an einer unauffälligen Stelle.
Q07 Hilft eine Imprägnierung gegen Algen und Grünbelag?
Ja. Algen, Moos und Flechten brauchen Feuchtigkeit zum Wachsen. Eine Imprägnierung macht die Fassade wasserabweisend, sodass sich Grünbelag deutlich langsamer bildet. Besonders auf der Wetterseite (meist Nord/West) ist eine Imprägnierung daher sehr empfehlenswert.
Q08 Kann ich auch auf leicht feuchter Fassade imprägnieren?
Ja, eine feucht-auf-feucht Anwendung ist mit unseren Produkten möglich. Optimal ist zwar ein trockener Untergrund, aber bei leichter Feuchtigkeit funktioniert die Imprägnierung ebenfalls, nur stehendes Wasser oder durchnässte Flächen sollten vermieden werden.
