Graue Terrassendielen, grüner Belag auf dem Zaun, dunkle Schleier an der Holzfassade, mit der Zeit verliert unbehandeltes Außenholz seine Optik. Die gute Nachricht: Das ist meist nur oberflächlich und lässt sich auffrischen. In diesem Ratgeber: warum Holz vergraut und veralgt, wie Sie Grünbelag und Grauschleier entfernen und warum die Imprägnierung erst nach dem Reinigen kommt.
Warum Holz vergraut und veralgt
- OptischUV-Grauschleier
UV-Licht baut das Lignin an der Oberfläche ab. Es entsteht die typische silbergraue, stumpfe Schicht, meist nur wenige Zehntelmillimeter tief.
- MittelGrünbelag und Algen
Dauerfeuchtes Holz bietet Algen, Moos und Flechten einen Nährboden. Die Fläche wird grün, rutschig und feucht.
- MittelGrünspan und Verfärbungen
Metallteile (Schrauben, Beschläge) und Gerbstoffe können dunkle Flecken und grünspanartige Ränder verursachen.
Wird über Grauschleier oder Bewuchs imprägniert, schließt man die Schmutzschicht ein und der Schutz hält nicht. Deshalb: zuerst entgrauen und reinigen, trocknen lassen, dann imprägnieren.
Grünbelag und Algen vom Holz entfernen
Grüner Bewuchs lässt sich ohne aggressives Schrubben oder scharfen Hochdruck lösen, der die weichen Holzfasern aufraut.
Mit Grünbelagentferner
Einen Grünbelagentferner auftragen und einwirken lassen, statt sofort abzuspülen. Der Belag löst sich und wird über die folgenden Wochen abgewaschen oder leicht abgekehrt.
Hartnäckige organische Verschmutzung
Bei fettigen oder stark organischen Anhaftungen hilft der Bio-Intensivreiniger Yeast Beast, der Schmutz biologisch aufschließt.
Hochdruck nur vorsichtig
Wenn Hochdruck, dann mit geringem Druck und Abstand, längs zur Faser. Zu viel Druck raut das Holz auf und verschlimmert das spätere Vergrauen.
Vergrautes Holz auffrischen
Der reine UV-Grauschleier ist kein Bewuchs, sondern abgebautes Lignin. Er lässt sich mit einem Holzentgrauer auffrischen:
- Holzentgrauer auftragen
Das Mittel löst die graue Schicht an und lässt die ursprüngliche Holzfarbe wieder durchkommen.
- Einwirken und nachbürsten
Gemäß Produktangabe einwirken lassen und mit einer Bürste längs zur Faser nacharbeiten.
- Gründlich spülen
Mit klarem Wasser abspülen, bis keine Rückstände mehr da sind.
Nach dem Reinigen das Holz 24 bis 48 Stunden durchtrocknen lassen und dann imprägnieren, das hält den Grauschleier und Bewuchs künftig länger fern.
Anleitung Schritt für Schritt
- 01
Grob reinigen
~20 MinLose Verschmutzungen, Laub und losen Bewuchs abkehren.
- 02
Grünbelag behandeln
~30 MinGrünbelagentferner auftragen und einwirken lassen, nicht sofort abspülen. Bei fettigem Schmutz Yeast Beast verwenden.
- 03
Entgrauen
~30 MinBei silbergrauem Holz einen Holzentgrauer auftragen, einwirken lassen und längs zur Faser nachbürsten.
- 04
Spülen und trocknen
24 bis 48 StdMit klarem Wasser abspülen und das Holz vollständig durchtrocknen lassen.
- 05
Imprägnieren
~1 StdAuf das saubere, trockene Holz die Imprägnierung satt in Faserrichtung auftragen, damit Grauschleier und Bewuchs länger fernbleiben.
Häufige Fragen
Q01 Wie entferne ich Grünbelag vom Holz?
Einen Grünbelagentferner auftragen und einwirken lassen, statt sofort abzuspülen. Der Belag löst sich und wird über die folgenden Wochen abgewaschen oder leicht abgekehrt. Scharfen Hochdruck vermeiden, er raut die weichen Holzfasern auf.
Q02 Was hilft gegen vergrautes Holz?
Der UV-Grauschleier ist abgebautes Lignin an der Oberfläche. Ein Holzentgrauer löst diese Schicht an, sodass die ursprüngliche Holzfarbe wieder durchkommt. Nach dem Auffrischen das Holz trocknen lassen und imprägnieren, damit es nicht so schnell wieder vergraut.
Q03 Soll ich vor dem Imprägnieren reinigen?
Ja, unbedingt. Wird über Grauschleier, Algen oder Schmutz imprägniert, schließt man diese Schicht ein und der Schutz haftet nicht richtig. Erst reinigen und entgrauen, 24 bis 48 Stunden trocknen lassen, dann imprägnieren.
Q04 Kann ich vergrautes Holz auch einfach überstreichen?
Überstreichen kaschiert nur kurzfristig. Bewuchs und lose Grauschicht werden eingeschlossen, der Anstrich hält schlecht. Besser ist, das Holz aufzufrischen, trocknen zu lassen und mit einer diffusionsoffenen Imprägnierung zu schützen.
